Presse

In unserem Pressearchiv finden Sie verschiedene Artikel der letzten Jahre rund um das Naturschutzzentrum Erzgebirge.


2013

2012

Artikel vom 28.März 2012 / Blick Regional / Ilka Ruck

Wettbewerb ging in letzte Runde
Projekt gemeinsam gegen Vorurteile

Dörfel.
Das gibt es wohl nur im Naturschutzzentrum Erzgebirge. Bei schönstem Frühlingswetter wurde dort am Freitag die „Deutsch-tschechische Winterolympiade“ gestartet. „Die Winterolympiade bildete die letzte Runde in unserem deutsch-tschechischen Schülerwettbewerb. Jugendliche beider Länder trafen sich am Naturschutzzentrum in Dörfel um im lustigen Wettstreit um den Hauptgewinn, eine Jugendbegegnung zu konkurrieren“, erklärt Henning Niehus, Mitarbeiter des Zentrums. Insgesamt waren 33 Schüler aus beiden Ländern vor Ort. Die Sprachbarriere wurde erfolgreich mit zwei Dolmetschern überwunden und so den Schülern ihr jeweiliges Nachbarland fernab von Vorurteilen und Stereotypen gezeigt. Der Wettbewerb bestand aus 4 Stationen und kleinen Spielen. Hier mussten alle Teilnehmer Geschicklichkeit beim Bogenschießen, Kreativität beim Tauben basteln und bemalen, Wissen beim Quiz über Wasser und dem Erzgebirge und Teamgeist beim gemeinsamen Turm bauen aus Papier unter Beweis stellen. Die Gewinner haben die Möglichkeit, an einem Wochenende beim Spezialistentreffen vom 11. bis 13. Mai ihre Landesnachbarn in einem Camp mit Spiel und Spaß näher kennenzulernen und vielleicht sogar grenzüberschreitende Freundschaften zu schließen. Henning Niehus: „Die Teilnehmer waren allesamt begeistert und speziell das Bogenschießen hat Ihnen unheimlich Spaß gemacht. Auch der „knackige“ Zeitplan von zirka 25 Minuten pro Station hat dafür gesorgt, dass keine Langeweile aufkommen konnte.“


Artikel vom 25. Juli 2011, Freie Presse


Naturfreunde werben für neuen Verein

Die „Erzgebirgischen NaTouren“ überschreiten Grenzen. Flora und Fauna in beiden Ländern lernen die Teilnehmer bei den Expeditionen kennen – und im günstigsten Fall lieben.

UHRISSEN/ORASĺN
Ob die pinkfarbene Schöne wohl ahnt, dass sie an diesen nassen Frühlingstag das Interesse dutzender menschlicher Besucher weckt? Dem Breitblättrigen Knabenkraut jedenfalls macht der Regen nichts aus: Seine Blüten leuchten unverdrossen in den grauen Tag, zeichnen mit Sumpfvergissmeinnicht und Hahnenfuß ein fotogenes Bild ins dichte Grün.
Was bei den 40 Teilnehmern der Expedition ins nordböhmische Uhrissen/Orasín für Begeisterung sorgt, ist laut Cestmír Ondrácek nicht selbstverständlich: „Es erweist sich als schwer; Grundstückseigentümer vom Wert naturbelassener Flächen zu überzeugen und eine fachgerechte Pflege zu organisieren“, sagt der Fachmann vom Regionalmuseum in Komotau/Chomutov. Standorte wie die in Orasín, einem kleinen Ort nahe Görkau/Jirkov, seien während des Kommunismus in ihren Bestand akut bedroht und teils zerstört worden, sagt der Biologe. Mit der Wende brachen für den Naturschutz auch in Tschechien bessere Zeiten an: Vor allem leistungsfähige Filteranlagen in den Kraftwerken taten Wiesen und Wäldern gut.
Innerhalb der „Erzgebirgischen NaTouren“ erfahren Naturfreunde, wo sich diesseits und jenseits der Grenze Raritäten verbergen. Die Wanderungen werden von Fachleuten geführt – in zwei Sprachen – und sind Teil des Ziel-3/Cil-3-Projektes „Pestry-Bunt“, das im März für drei Jahre bewilligt wurde. Claudia Pommer, Leiterin des Naturschutzzentrums in Dörfel, nennt die Ziele: „Wir wollen Menschen aus beiden Ländern die biologische Vielfalt des Erzgebirges nahe bringen und Vorhaben wie Renaturierungsarbeiten umsetzen.“
Alle Aktivitäten sollen künftig unter dem Dach des Vereins laufen, dessen Gründung Pommer unentwegt die Werbetrommel rührt. „Wir brauchen Mitstreiter, die sich für dieses Anliegen engagieren.“ Noch haben die „NaTouren“ erst begonnen. Die Premiere verlangte den Teilnehmern einiges ab: Nässe trieb sie auch auf dem „Kosakenweg“ schnell voran. Seinen Namen verdankt der Pfad nicht den verwegenen Reitern, sondern einem Pilz. „Im Volksmund wird der Birkenpilz bei uns Kosak genannt“, erklärt Cestmír Ondrácek.
An einer anderen Stelle sieht der Waldboden aus, als wäre er mit grünen Punkten übersäht. Das sorgt bei Fachleuten wie Jürgen Teucher vom Naturschutzzentrum für helle Begeisterung. „Das Bachquellkraut wächst hier in großer Menge. Auf deutscher Seite findet es man kaum noch“, sagt der Biologe und hofft, dass es über das Projekt gelingt, seltenen Pflanzen wieder anzusiedeln. Das Holunderblättrige Knabenkraut etwa, das auf sächsischer Flur früher ebenso heimisch war wie auf böhmischer.
Die Teilnahme an den Expeditionen ist dank Fördermitteln der Europäischen Union kostenlos. Eine Anmeldung genügt, damit der Bustransfer reibungslos klappt. Nach heuer je zwei Touren auf deutscher und tschechischer Seite wird laut Teucher schon für 2012 geplant. Dann soll es ins Hochmoor bei Gottesgab/BozíDar und in den Oberwiesenthaler Zechengrund gehen.

Petra Kaden


Artikel vom 06. Juli 2011, Erzgebirgsblick


Naturschützer trotzten Regen und Schlamm

Dörfel (ru). Eigentlich hätten die Mitarbeiter des Naturschutzzentrums Erzgebirge stinkesauer sein müssen. Regen, Schlamm und dem Wetter geschuldet viel zu wenig Besucher, machten auch ihrem Sauwaldfest mächtig zu schaffen. Doch alle, die am Sonntag trotzdem den Weg ins Naturschutzzentrum Dörfel gefunden hatten, und das waren immerhin einige Hundert, ließ man nicht im Regen stehen. Das Programm wurde durchgezogen und es gab sehr viel Spannendes zu erfahren. Jürgen Teucher ist Leiter Naturschutz-Landschaftspflege und er meinte bedauernd: "Alle Kollegen haben tagelang gewerkelt, weil wir wie immer mit 2000 bis 3000 Besuchern gerechnet haben. Drei verschiedene Musiker sind da, ein Märchenerzähler, es werden Videofilme gezeigt, es gibt einen Kräutergarten und eine Extra-Ausstellung mit historischer und moderner Landschaftspflegetechnik uvm. Aber es hilft nichts, wir machen das Beste draus." Auch Ursula Schuster aus Beutha ließ sich vom Wetter nicht abschrecken. Sie meinte: "Ich bin zum ersten Mal hier und sonst nur hoch zu Pferd vorbei geritten. Es ist toll, was die Leute auf die Beine gestellt haben. Schön ist, dass alle trotzdem gut drauf sind und uns als Gäste super beraten." Die junge Frau hatte gerade die Pilzberatung für sich entdeckt. Eigentlich, so verriet sie, ist ja ihr Mann der "Schwammegieher". Doch bei den Pilzberatern Erhard Krause und Wolfgang Dietrich fand auch sie jede Menge Tipps. Wer sich für die Arbeit sowie die Angebote des Naturschutzzentrums Erzgebirge interessiert, der ist jederzeit im Schlettauer Ortsteil Dörfel, Am Sauwald 1 willkommen.


Artikel vom 15.03.2011 aus der Freien Presse / Lokalseite Annaberg:
851.000 Euro für Umweltprojekt

Fördermittel in Höhe von 851.000 Euro erhalten das Naturschutzzentrum Schlettau, der Verein Zo Čsop Teplice-Fergunna sowie eine Mittelschule in Litvínov. Das Geld stammt aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung und ist für die Umsetzung des Projektes "Pestrý - Bunt. Freunde für Biodiversität im Erzgebirge" bestimmt. Ziel desVorhabens ist die Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt in der Region. Der Fokus dabei liegt auf regionaltypischen Lebensräumen und Arten, die gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Gleichzeitig soll mit einer regen Öffentlichkeitsarbeit eine stärkere Sensibilisierung der Bevölkerung in beiden Ländern für den besonderen Wert der Naturausstattung der Region und ihrer schützenswerten Besonderheiten erreicht werden. (tw)




Artikel vom 03.07.2010 aus der Freien Presse / Lokalseite Annaberg:
Die Schätze der Natur entdecken
Sommercamp im Naturschutzzentrum Erzgebirge mit neuem Konzept: Kinder sollen sich im Freien selbst zurechtfinden

Von Petra Kaden

Dörfel. Der zwölfjährige Erik weiß vor lauter Begeisterung gar nicht, wo er anfangen soll: „Wir waren im Freibad, sind auf Bäume geklettert, und ich habe mir selbst eine Pfeife und einen kleinen Baum geschnitzt“, erzählt der Schüler aus Thum. Er gehört beim diesjährigen Sommercamp im Naturschutzzentrum Erzgebirge (NSZ) schon zu den „alten Hasen“. Zusammen mit seinem Freund Florian aus Jahnsbach ist Erik zum dritten Mal dabei.
Die Jungs sind sogar für Dinge wie handgemachte Seife und selbst hergestellte Hautcreme zu begeistern – im Gegenzug bauen die Mädchen im Camp voller Eifer am Waldsofa mit und sammeln Material für den Budenbau.

„Im Gegensatz zu Vorjahr haben wir in diesem Sommer zwei Camps mit identischem Programm“, erzählt Henning Niehus, der als Umweltpädagoge im NSZ zuständig ist. Aufgrund der gestiegenen Teilnehmerzahl gibt es in diesem Jahr zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, in den die Acht- bis Zwölfjährigen in kleinen Gruppen ihre kreativen Fähigkeiten ausprobieren können. Neben Schnitzen und dem Herstellen von Kosmetika werden Pflanzenfarben gekocht und Körbe geflochten.
Gemeinsam geht es dann in den Wald, wo ein geeigneter Platz für die Übernachtung im Freien gesucht und hergerichtet wird. Außerdem erfahren die Kinder von Henning Niehus und den anderen vier Betreuern interessante Dinge über die tierischen Mitbewohner des Waldes: „Wir lernen Tierspuren kennen und zeigen den Kindern auch, wie beispielsweise der Schädel eines Dachses aussieht“, erklärt Niehus.

Ziel der Sommercamps, die mittlerweile Zuspruch von Teilnehmern aus ganz Sachsen finden, ist das Vermitteln von Wissen und Kreativität auf spielerische Art. Den Kindern wird die Möglichkeit geboten, in der Umgebung des NSZ auf Erkundungstour zu gehen und dabei zu erfahren, dass man auch ohne großen Aufwand und nur mit dem, was die Natur an Material bietet, beispielsweise einen geschützten Platz zum Übernachten herrichten kann. Außerdem gibt es Geländespiele, bei denen die Camp-Teilnehmer das Anschleichen üben können – das sieht leichter aus, als es ist, wie Henning Niehus aus eigener Erfahrung weiß: „Um nicht entdeckt zu werden, braucht man ganz bestimmte Bewegungsabläufe. Die können wir am besten von den Indianern lernen“, meint der Umweltpädagoge und lacht: „Ich musste auch eine ganze Weile üben“.

Da wegen der großen Anmeldungen in diesem Jahr nicht alle Wünsche berücksichtigt werden konnten, denken die Verantwortlichen darüber nach, 2011 während der Sommerferien möglicherweise noch ein drittes Camp durchzuführen. Beibehalten werden soll im Interesse der berufstätigen Eltern dessen Zeitdauer: Statt wie bisher vier Tage sind die Kinder diesmal einen Tag länger im Zentrum zu Gast.


Artikel vom 17.06.2010 aus dem Nachrichtenblatt für Johanngeorgenstadt und Umgebung
Natur und Umwelt
Beginn der Naturschutz-Wiesenpflege im Landkreis Erzgebirge

Eine bunt blühende Wiese Bergwiese im Frühsommer kommt dem Betrachter vor wie ein Meisterwerk der Natur. Doch weit gefehlt – hier hat der Mensch seine Hände im Spiel! In diesem Fall mit positiven Auswirkungen auf die Natur.

Wiesen entstehen durch eine regelmäßige menschliche Nutzung in Form einer Mahd. Wiesen in den Gebirgslagen – die klassischen Bergwiesen – werden ein- bis zweimal im Jahr gemäht und das Mahdgut (Heu, Grummet) beräumt. Man spricht dann von einer extensiven Nutzung, die zumeist auch ohne Düngergaben auskommt. Bei den heut noch erhalten gebliebenen Bergwiesen handelt es sich meist um schwer zugängliche Rand- und Splitterflächen, die zudem durch Hanglage nicht mehr mit den heute üblichen Mähgeräten bewirtschaftet werden können.
Aber so wie die Bergwiesen entstanden sind, müssen sie auch erhalten werden. Für unsere Kinder, für unsere Zukunft. Aus bäuerlicher Sicht ist eine Nutzung der Bergweisen oftmals wirtschaftlich nicht sinnvoll. Zu großer Aufwand ist verbunden mit zu hohen Kosten. Hier setzt die naturschutzgerechte Wiesenpflege ein, die die historische Nutzungsform nachahmt.

In den nächsten Wochen werden Mitarbeiter des Naturschutzzentrums Erzgebirge insgesamt 240,59 ha Wiesenfläche mähen. Das ist eine Fläche so groß wie 337 Fußballfelder! 240,59 ha auf 289 Einzelflächen von Satzung bis Schneeberg und von Gelenau bis Carlsfeld. Man kann die Dimension der Wiesenpflege nur erahnen, denn auch andere Faktoren, wie Logistik und Wetter, spielen noch eine Rolle. Bei der Pflege kommen Spezialgeräte mit seltsamen Namen wie Eisernes Pferd und Mähraupe zum Einsatz und nur noch ganz selten die gute alte Sense. Die Geräte sollen helfen, die Arbeiten möglichst flächenschonend zu verrichten.

Positiver Nebeneffekt:
Von den kräuterreichen Standorten wird im Frühsommer das Heu (und das duftet wirklich!) zu Rollen (Durchmesser 0,60m) gepresst. Für interessierte Tierhalter stehen diese ab Juli in der Station Dörfel sowie in der Außenstelle Zwönitz zum Preis von 4 Euro zur Selbstabholung bereit.

Für Fragen zur Pflege und zum Heu stehen Ihnen die Mitarbeiter des Naturschutzzentrums Erzgebirge unter 03733/5629-0 gerne zur Verfügung.

Naturschutzzentrum Erzgebirge


Artikel vom 07.12.2009 aus der Freien Presse / Lokalseite Annaberg:
Naturschutz unter einem Dach - Dörfel wird zum Zentrum für den Erzgebirgskreis entwickelt - Beirat für Zusammenhalt angeregt

Der Kreistag hat einem Konzept zugestimmt, welches die Aufgaben der verschiedenen Naturschutzeinrichtungen im Erzgebirgskreis unter einem Dach bündeln soll. Naturschützer befürchten den Verlust lokaler Kompetenz. Ein Beirat könnte Abhilfe schaffen. Noch ist darüber nicht entschieden.

Dörfel/Zwönitz/Pobershau.
Keine spürbare Aufregung am Freitag in den Naturschutzstationen in Dörfel und Zwönitz. Hier wurde Technik repariert und Holz für kleine Brückenreparaturen zurechtgeschnitten, da Restflächen von Schnittgut gesäubert. »Die Arbeit wird auch künftig reibungslos weiterlaufen", versicherte Claudia Pommer, Geschäftsführerin der Naturschutzzentrum Erzgebirge gGmbH. Da es nicht um prinzipiell neue Aufgaben gehe, sehe sie keine Probleme. Gleichwohl sei noch manches für den Neustart zu organisieren.

Ab Januar gehen die Verpflichtungen und ein Teil des Personals der Naturschutzstation Westerzgebirge auf die Naturschutzzentrum Erzgebirge gGmbH über. Später soll auch die Naturschutzstation Pobershau eingebunden werden. Durch die Nutzung von Synergien und externen Finanzierungsmöglichkeiten hofft der Landkreis, seine Zuschüsse an beide Stationen reduzieren zu können. Bereits für 2010 ist eine Ersparnis von mehr als 100.000 Euro avisiert, für das Jahr darauf sogar fast 130.000 Euro.

Hauptsitz der erweiterten gGmbH soll laut beschlossener Konzeption der Schlettauer Ortsteil Dörfel werden. Dies spricht dafür:
Die Station liegt zentral nahe der Kreisstadt, bietet ausreichend räumliche, sanitäre und technische Voraussetzungen. Mit dem Landschaftspflegehof gibt es einen geeigneten Garagen- und Werkstattkomplex, um von dort die Arbeiten für den Bereich Landschaftpflege/Naturschutz im mittleren und westlichen Teil des Landkreises zu organisieren. Und was die Kreisräte offenbar auch überzeugte: Herberge, Lehrpfad, natumahes Außengelände sowie Demonstrationsobjekte umweltfreundlicher Energieanwendung wie Solar-, Erdwärme- und Holzpelletheizung sowie eine Pflanzenkläranlage bilden eine gute Basis für die Weiterbetreibung der ökologischen Bildungsstätte.

Wie Udo Kolbe, zuständiger Abteilungsleiter der Kreisverwaltung bestätigte, werden die Standorte Zwönitz und Eibenstock mindestens bis 2014 erhalten bleiben. Nur so sei die umfangreiche Landschaftspflege zu bewältigen. In Zwönitz gebe es da für einen geeigneten Garagen und Scheunenkomplex, am Standort Eibenstock einen Garagen- und ein Werkstattkomplex.

Dennoch brodelte es hinter den Kulissen in den vergangenen Wochen heftig. So beklagten Naturschutzbeauftragte, dass sie sich schon jetzt von Informationen abgeschnitten fühlen. Mit der Zentralisation in Dörfel befürchten sie offenbar einen weiteren Verlust an lokaler Präsenz. Die gemeinsame Fraktion von SPD/Grüne hatte deshalb im Kreistag einen Antrag gestellt, einen Naturschutzbeirat zu gründen.

Laut Heiko Reinhold sollen in diesem Gremium anerkannte Naturschutzeinrichtungen und -verbände sowie die Naturschutzbeauftragten angemessen vertreten sein. »Das könnte Missverständnisse und Informationsdefizite vermeiden helfen", sagte der Vize-Fraktionschef. Dass die Idee erst im Technischen Ausschuss beraten wird, damit könne er leben. »Hauptsache, es bewegt sich in die richtige Richtung", sagte er. Davon geht Landrat Frank Vogel (CDU) auch bei den Personalfragen aus. Da werde nichts übers Knie gebrochen. Damit das Projekt pünktlich beginnen könne, werden die Zwönitzer Mitarbeiter bis zur Klärung aller Fragen vorerst in die gGmbH abgeordnet. (alu)


Artikel vom 04.12.2009 aus der Freien Presse / Lokalseite Annaberg:
Naturschutz ab 2010 unter einem Dach

Annaberg-Buchholz.
Die Naturschutzeinrichtungen im Erzgebirgskreis sollen unter einem Dach gebündelt werden. Eine entsprechende Konzeption hat der Kreistag gestern beschlossen. Bereits ab Januar soll die Naturschutzstation Westerzgebirge in Zwönitz vom Naturschutzzentrum Erzgebirge gGmbH im Schlettauer Ortsteil Dörfel gemanagt werden. Später soll auch die Naturschutzstation Pobershau eingebunden werden. Ziel ist es, den Naturschutz auch wirtschaftlich tragfähiger zu gestalten. Um den Zusammenhalt in dem riesigen Gebiet zu gewährleisten, hat die Fraktion SPD/Grüne die Gründung eines Naturschutzbeirates für den Erzgebirgskreis angeregt. (alu)