Hecken und Steinrücken


Lesesteinrücken erzählen Jagdgeschichte

Tritt man aus dem Wald heraus, prägen in der Umgebung des NSZ vor allem Hecken das Landschaftsbild. An vielen Stellen gehen diese auf Pflanzungen der letzten 20 Jahre zurück. Sie sind vor allem als Abschirmung zu angrenzenden Ackerflächen, zur Gliederung und Belebung der Landschaft angelegt worden. Es gibt allerdings auch ältere Hecken, die sich auf sog. Steinrücken entwickelt haben. Steinrücken oder Lesesteinwälle entstanden durch das Auflesen von Steinen (Lesesteinen) aus den Landwirtschaftsflächen und deren Ablagerung an Flurstücksgrenzen und Rainen. So konnten sich ganz eigenständige Lebensräume entwickeln.

Als eine Besonderheit unter den Steinrücken des Sauwaldes ist ein historischer Saufang zu nennen, der heute kaum noch zu erkennen ist. Dabei handelt es sich um Lesesteinmauern, die in einem spitzen Winkel zueinander angelegt wurden. Das Wild (die Sauen) wurde hier hineingetrieben, eingesperrt und später vor herrschaftliche Jagdgesellschaften getrieben und wenig elegant zur Strecke gebracht. Diese „Saufänge“ lassen eine weitere Namensdeutung für die Bezeichnung „Sauwald“ zu.