Bergwiesen

voller Leben

Bergwiesen


Blütenbunte Wiesen von uns Menschen gemacht

Einfach zauberhaft dieser Anblick! Eine Bergwiese im Juni kommt dem Betrachter vor wie ein Meisterwerk der Natur. Doch weit gefehlt – hier hat der Mensch seine Hände im Spiel! In diesem Fall mit positiven Auswirkungen auf die Natur. Eine Bergwiese ist eine klassische Mähwiese in den Berglagen. Sie ist als sog. Kulturlandschaftselement abhängig von einer regelmäßigen menschlichen Nutzung, meist in Form einer einmaligen (einschürigen) Mahd mit Beräumung des Mahdgutes. Eine Düngung vertragen die meisten der seltenen Bergwiesen-Pflanzen hingegen nicht.

Man nimmt an, dass es nur noch ca. 2.000 ha intakte Bergwiesen in Sachsen gibt, meist auf kleine Rand- oder Splitterflächen verteilt, seltener auch großflächiger wie in den Naturschutzgebieten „Fichtelberg“ oder „Hermannsdorfer Wiesen“. Deshalb schätzen wir uns glücklich, ein solches Kleinod genau vor unserer Haustür zu haben: die Bergwiese Morgensonne. Hier wachsen seltene Orchideen wie das vom Aussterben bedrohte Stattliche Knabenkraut, das Breitblättige und das Gefleckte Knabenkraut neben typischen anderen Bergwiesenkräutern wie Bärwurz, Wiesen-Knöterich, Blutwurz, Klappertopf, Verschiedenblättige Kratzdistel, Perücken-Flockenblume u.v.a. (Artenliste Morgensonne [40 KB] ). In der Tierwelt fliegen besonders die Insekten auf das Nektarangebot der Bergwiesenkräuter. Bläulinge, Grünwidderchen und Hummeln sind hier regelmäßige Gäste.