Bachforelle

Bewohner erzgebirgischer Bergbäche - die Bachforelle (Salmo trutta fario)

Ja, da könnte sie schon launig werden, die Bachforelle, wie im Forellenquintett intoniert wird: naturnahe saubere klare Bergbäche als Bachforellen-Lebensraum sind heute vielfältigen Einflüssen ausgesetzt. Dabei gab die Bachforelle als Leitfisch einer ganzen Gewässerkategorie ihren Namen: die kühlen, sauerstoffreichen Fließgewässer des Berglandes werden in der ökologischen Gewässerklassifizierung als sog. Forellen-Region eingestuft. Auf Grund seiner Höhenlage sind im Erzgebirgskreis noch regelmäßig Bachforellen in den Fließgewässern vertreten, so z.B. in Preßnitz, Schwarzwasser und Pöhlbach.

Verunreinigungen und Nährstoffeinträge führen zur Trübung des Gewässerlebensraumes und zur Sauerstoffzehrung. Aber gerade der Sauerstoffgehalt ist entscheidend für die Brut- und Jungfischentwicklung. Auch die Wassertemperatur ist wichtig für den Fortbestand der Art. Steigt die Wassertemperatur infolge Rodung von Ufergehölzen und der damit verbundenen Sonneneinstrahlung wird das der Art zum Verhängnis.
Bachforellen brauchen zudem durchgängige Fließgewässer mit Verstecken und Kiesbänken. Damit steht sie stellvertretend für zahlreiche weitere Fließgewässerarten. Durch die Regulierung und Verbauung (z.B. Uferbefestigungen, Begradigungen) ist der Lebensraum dieser Arten bedroht. Barrieren wie Staustufen und Wehre behindern Wanderbewegungen zu den Laichrevieren. Turbinen von Wasserkraftanlagen werden zum tödlichen Hindernis. Abhilfe können hier sog. Fischtreppen schaffen.

Früher allgegenwärtig in unseren Bergbächen gilt die Bachforelle mittlerweile als gefährdete Art in Sachsen. Der Schutz naturnaher Bäche, Bachrenaturierungen, das Belassen von Ufergehölzen und ungenutzten Gewässersäumen können einen Beitrag zum Erhalt der Bachforelle leisten.

Übrigens: Wenn Sie mal einer Bachforelle aus einem ganz neuen Blickwinkel zuschauen wollen, dann sei Ihnen folgender Link empfohlen.

Bachforelle

(Salmo trutta fario)