NATURA 2000 Gebietsbetreuung im Erzgebirgskreis


Natura2000-Schutzgebietsbetreuung im Erzgebirgskreis 2015 und 2016 bis 2018


In der Ausgabe Nr. 5 vom 8. Juni 2009 des Landkreiskuriers wurde über ein Pilotprojekt des Naturschutzes informiert, welches die Betreuung von Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) sowie Europäischen Vogelschutzgebieten (SPA) als Bestandteile des kohärenten europäischen Schutzgebietssystems NATURA-2000 durch ehrenamtliches Naturschutzpersonal zum Inhalt hatte. Für die Betreuungstätigkeit bestellte die Landesdirektion Chemnitz (jetzt LD Sachsen) in
Abstimmung mit dem Landratsamt Erzgebirgskreis 13 Personen.

Da das Pilotprojekt „Gebietsbetreuung Natura 2000“ (https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/20033.htm) als zweckmäßig und damit erfolgreich beurteilt wurde, wird es jetzt in Kooperation zwischen dem Landratsamt Erzgebirgskreis und dem Naturschutzzentrum Erzgebirge gGmbH (Naturschutzzentrum - NSZ) fortgesetzt. Im Erzgebirgskreis werden somit bis Ende Oktober 2018 nachfolgende 17 Natura 2000-Gebiete betreut:

FFH-Gebiete:
„Mothäuser Heide“, „Erzgebirgskamm am Kleinen Kranichsee“, „Erzgebirgskamm am Großen Kranichsee“, „Moorgebiet Rotes Wasser“, „Natzschungtal“, „Bergwiesen um Rübenau, Kühnhaide und Satzung“, „Kriegwaldmoore“, „Preßnitz- und Rauschenbachtal“, „Pöhlbachtal“, „Schwarzwassertal und Burkhardtswald“, „Bergwiesen um Sosa“, „Tal der Großen Bockau“, „Mittelgebirgslandschaft bei Johanngeorgenstadt“, „Bergwiesen um Schönheide und Stützengrün“ sowie „Griesbachgebiet“;

Europäische Vogelschutzgebiete:
„Erzgebirgskamm bei Satzung“ und „Westerzgebirge“.

Das NSZ wird für die Erfüllung dieser Aufgabe 13 Personen einbeziehen, von denen 12 bereits im Pilotprojekt mitgewirkt haben und auch 11 durch den Erzgebirgskreis bereits mehr oder weniger langjährig als ehrenamtliche Naturschutzbedienstete berufen sind. Sie verfügen deshalb über einschlägige Kenntnisse zur Ausstattung dieser Gebiete mit schutzwürdigen und -bedürftigen Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensraumtypen und sind deshalb in die Lage versetzt, diese vereinbarungsgemäß zu dokumentieren.

Weiterer Zweck der Betreuung ist die Feststellung von Beeinträchtigungen in den NATURA -2000-Gebieten und das Unterbreiten von Vorschlägen, mit welchen Maßnahmen diese korrigiert werden sollten. Das zur Erfüllung der Vereinbarung tätige Personal des NSZ sowie die 13 Betreuer gelten als Beauftragte des Landratsamtes in seiner Eigenschaft als Untere Naturschutzbehörde und haben deshalb sich aus § 65 Abs. 3 Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit § 37 Abs. 2 Sächsisches Naturschutzgesetz ergebenden Befugnisse.

Diese bestehen darin, während der Tageszeit (6:00 bis 22:00 Uhr) Grundstücke zu betreten oder auf geeigneten Wegen zu befahren. Ihnen ist es im Rahmen der Wahrnehmung der Betretungsbefugnis auch gestattet, dort z.B. Erhebungen und naturschutzfachliche Beobachtungen vorzunehmen. Die beauftragten Mitarbeiter werden sich bei der Erfüllung ihrer Aufgaben den Grundeigentümern oder Nutzungsberechtigten bei passender Gelegenheit vorstellen und sich bei Bedarf legitimieren. Soweit sich vor Ort die Möglichkeit ergibt, stehen diese dem Bürger auch für die Beantwortung naturschutzfachlicher Fragen zur Verfügung.

(Quelle: Landkreiskurier 05/2016)

Wir suchen jederzeit und in verschiedenen Regionen des Landkreises naturschutzfachlich qualifizierte Personen für die Übernahme von Schutzgebietsbetreuertätigkeiten im Rahmen des Projektes „Natura 2000 Schutzgebietsbetreuung im Erzgebirgskreis“. Bitte setzen Sie sich bei Interesse mit uns in Verbindung. Ihre Ansprechpartnerin hierfür ist Frau Ines Schürer.

Leiterin Landschaftsplanung, Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit
Dipl.-Biologin Ines Schürer
Tel.: 03733-5629-21
e-mail: ines.schuerer@naturschutzzentrum-erzgebirge.de